Einer der wenigen Vorteile der Ereignisse von 2020 bis 2021 war die rasant zunehmende Bedeutung von Kollaborationsplattformen für Pädagogen. Sie dienten nicht nur dazu, mit Schülern virtuell in Kontakt zu treten, sondern vermehrt auch, um gemeinsam mit anderen Pädagogen bessere Praktiken und Lerninhalte zu entwickeln. Die gemeinsame Arbeit zum Beispiel an Lehrinhalten gewann dadurch signifikant an Bedeutung. Die Nutzung von Lernmanagement-Lösungen durch Lehrkräfte ist erheblich gereift. Viele analoge Lerninhalte wurden schnell in Lernmanagement-Lösungen digitalisiert, aber auch an andere Lehrkräfte weitergegeben und von diesen überprüft.
Der Peer-Review-Prozess erfolgt in vielen Institutionen generell auf informeller Ebene, könnte künftig aber fest in die Abläufe eingebettet werden. Durch den ständigen Austausch von Ideen und die Anregung von Diskussionen über Verbesserungen stärkt die Zusammenarbeit die Einhaltung von Lehrvorgaben und Pädagogik und spart gleichzeitig Ressourcen für die Lehrer.
Diese Veränderung bei der Entwicklung von Inhalten ermöglicht hochgradig detaillierte, mundgerechte Lehrinhalte, die in mehreren Lehrplänen wiederverwendet und häufig aktualisiert werden können. Die Aufteilung von Lerninhalten in kleinere, einzigartig fokussierte Elemente ist für Schüler der Sekundar- und Tertiärstufe sehr attraktiv. So können sie die Inhalte auswählen, die an einem bestimmten Zeitpunkt ihres Lernens am besten passen. Kurzum wird dadurch echtes schülerorientiertes Lernen ermöglicht.