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Zoom Towns auf dem Vormarsch

Zoom Towns, also Städte, die einen Bevölkerungszuwachs durch den Anstieg von Homeoffice-Arbeitsplätzen erfahren, sind ein neuer Trend. Dass die Anzahl an Stellenausschreibungen mit mobilen und hybriden Arbeitsmodellen in vielen deutschen Städten tatsächlich seit 2019 stark zugenommen hat, zeigen Zahlen, die Zoom gemeinsam mit Jobplattform Indeed erhoben hat.

4 Minute Lesezeit

Aktualisiert am December 01, 2022

Veröffentlicht am December 01, 2022

Zoom Towns auf dem Vormarsch
Zoom
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Den deutschen Arbeitsmarkt kennzeichnet ein deutlicher Zuwachs bei hybriden Arbeitsmodellen. Ein immer größerer Anteil ausgeschriebener Stellen kann entweder komplett aus dem Home-Office oder hybrid ausgeübt werden. Das zeigen neue Datendie Zoom Video Communications in Kooperation mit der Jobplattform Indeed erhoben hat. Bei mobiler Arbeit sind die Beschäftigten nicht auf das Arbeiten im Büro oder von zuhause beschränkt, sondern arbeiten ortsunabhängig. Das heißt, sie können zum Beispiel von einem Co-Working-Space, einem Café oder von unterwegs aus arbeiten. Hybrid bezeichnet den Mix aus Präsenz im Büro und der Arbeit am heimischen oder mobilen Schreibtisch.  

Durchschnittlich ist der Anteil der mobil und hybrid angebotenen Stellen von Januar 2019 bis September 2022 um rund 400 Prozent gestiegen. In den von Zoom und Indeed erhobenen Daten finden sich auch die Daten für einzelne Städte.

Führende Städte sind dabei Krefeld (mit einem Anstieg von 1263%), Chemnitz (+708%), Schwerin (+680%), Bremen (+556%), Potsdam (+550%), Leipzig (+529%), und Augsburg (+505%). Zu den Städten mit einem unterdurchschnittlichen Zuwachs gehören Halle (+164%), Bielefeld (+173%), Dortmund (+206%), Braunschweig (+229%) und Köln (+276%).

Grundsätzlich findet sich der stärkste Anstieg bei den Homeoffice-Stellen also nicht in den großen Jobmetropolen, sondern eher in mittelgroßen Städten. Die Zahlen zeigen, dass in der hybriden Arbeitswelt eine gewaltige Chance für solche Regionen liegen kann, die in der Vergangenheit nicht im selben Maße von Wirtschaftswachstum, Unternehmensansiedlungen und der Schaffung neuer Arbeitsplätze profitiert haben wie die großen wirtschaftsstarken Metropolregionen und Millionenstädte.

 „Die Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten, hat viele ländliche Regionen oder kleinere und mittelgroße Städte abseits der großen Metropolen attraktiver gemacht. Wer nicht mehr täglich oder überhaupt nicht mehr an den Arbeitsplatz muss, kann sich auch erlauben, dort zu leben, wo die Lebenshaltungskosten und besonders die Mieten günstiger sind. Viele Talente haben in den letzten zweieinhalb Jahren von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht. Unternehmen können durch die Homeoffice-Option Kanditat*innen in einem viel größeren Umkreis, deutschlandweit oder sogar international ansprechen.”, sagt Dr. Annina Hering, Ökonomin bei Indeed.

Map of Germany showing the towns that had the biggest growth in hybrid or remote jobs since 2019
Zoom Towns in Deutschland: Diese Orte hatten den größten Zuwachs bei mobilen Job-Ausschreibungen.

Die Zahlen von Zoom und Indeed zeigen einmal mehr: Die digitale Transformation der Arbeitswelt ist eine Entwicklung, von der unzählige Unternehmen und Millionen von Menschen profitieren – und zwar unabhängig von der Pandemie – und die daher entsprechende Aufmerksamkeit verdient.

Mobiles Arbeiten bietet den Arbeitnehmer:innen nicht nur mehr Flexibilität und eine bessere Work-Life-Balance, sondern ist für deutsche Unternehmen gleichzeitig auch ein Vorteil im globalen Wettbewerb um die besten Talente. Der Fachkräftemangel, der alle Branchen und Unternehmensgrößen in Deutschland betrifft, wird durch den demographischen Wandel immer mehr zum Problem. Mobiles Arbeiten ist dabei eine vielversprechende Möglichkeit, hochqualifizierte Mitarbeitende unabhängig vom Standort zu binden und neue Arbeitnehmergruppen zu erschließen.

Vor allem strukturschwache Räume in Deutschland können profitieren, da beispielsweise Pendelwege wegfallen oder die Lebensqualität höher ist als in Städten. Das sorgt gleichzeitig auch für Entlastung der großen Städte. 

Vorteile des „Mobilen Arbeitens” auf einen Blick: 

  • Zeitersparnis und bessere Work-Life-Balance: Für die befragten Arbeitnehme:rinnen sind im Homeoffice Zeitersparnis (68%), bessere Vereinbarkeit von Privatem und Beruf (66%) und mehr Flexibilität (65%) die wichtigsten Errungenschaften (Quelle). 
  • Höhere Produktivität: Mehr als die Hälfte der befragten Beschäftigten schätzt sich selbst zuhause produktiver ein als im Büro (Quelle). 
  • Weniger Fehlzeiten: Betrugen 2018 die Fehlzeiten am Unternehmenssitz durchschnittlich 11,9 Tag im Jahr, so waren es im Homeoffice nur 7,7 Tage (Quelle).
  • Freie Wohnortwahl: Wohnen im Grünen, Nähe zu Freunden und Familie, eine attraktive Stadt, geringere Mieten – das sind die häufigsten Gründe, warum Beschäftigte im Homeoffice ihren Wohnort wechseln würden (Quelle).
  • Diversität und Inklusion: Mobile Arbeit bietet die Möglichkeit, bisher nicht vollständig gleichberechtigte Gruppen in größerem Umfang am Arbeitsmarkt zu beteiligen. So bevorzugen Menschen mit einer Behinderung mit einer elf Prozent höheren Wahrscheinlichkeit einen Job, der unabhängig vom Ort ist. Frauen bewerben sich mit einer 26 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit auf Stellenanzeigen, bei denen Homeoffice explizit möglich ist. Auch non-binäre Personen bevorzugen mit einer 14 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit ortsunabhängige Arbeitsplätze (Quelle). 

Sie interessieren sich für die Ergebnisse im Detail oder im europäischen Vergleich? Diese finden Sie samt einer umfassenderen ökonomischen Einordnung in unserem vollständigen Report zum Anstieg von mobilen und hybriden Arbeitsmodellen in Deutschland.

Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie Sie hybrides Arbeiten ermöglichen können, verweisen wir Sie gern auf Zoom Workplace , unsere Komplettlösung für Kommunikation und Zusammenarbeit in der hybriden Arbeitswelt, mit der Sie Ihre Teams zusammenbringen, egal wo sie sich befinden.

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